Unsere Ladungsdaten (maximale Ladung) enthalten mindestens einen 10%igen Sicherheitszuschlag in Bezug auf den maximal zulässigen Druck für einen bestimmten Kaliber. Daher können unsere angegebenen Maximalbelastungen niedriger sein als die von Pulver- oder Geschossherstellern vorgeschlagenen Ladungen, die einen solchen Sicherheitszuschlag nicht berücksichtigen.
Erfahrene Wiederlader können die Maximalbelastungen auf eigenes Risiko überschreiten, sollten jedoch auf Anzeichen achten, die darauf hinweisen, dass die Munition überdruckbelastet ist:
Schwierige Extraktion: Wenn die Patrone schwer aus der Kammer zu entnehmen ist, könnte dies ein Hinweis auf Überdruck sein. Dies geschieht, weil sich das Messinggehäuse aufgrund des übermäßigen Drucks stärker ausdehnt, als es sollte.
Ausdehnung des Hülsenbodens: Der Boden des Patronengehäuses beginnt sich auszudehnen, wenn der Druck im Inneren der Hülse zu hoch ist.
Abflachung des Zündhütchens: Das Zündhütchen auf der Rückseite der Patrone beginnt sich abzuflachen, wenn der Druck im Inneren der Hülse zu hoch ist.
Ausbeulen oder Risse der Hülse: Die Patronenhülse kann ausbeulen oder Risse bekommen, wenn der Druck im Inneren der Hülse zu hoch ist. Dies ist ein ernsthaftes Problem, das dazu führen kann, dass die Schusswaffe Fehlfunktionen aufweist oder sogar explodiert.
Starker Rückstoß: Wenn der Rückstoß der Schusswaffe deutlich stärker als üblich ist, könnte dies ein Hinweis auf Überdruck sein.
Andernfalls gilt Folgendes: Die Ladung (Gewicht der Ladung) ist der Hauptfaktor für den maximal erreichten Druck einer wiedergeladenen Patrone. Es gibt jedoch weitere Faktoren, insbesondere solche, die das freie Verbrennungsraumvolumen beeinflussen.
Die allgemeine Regel lautet: Je geringer das freie Verbrennungsraumvolumen, desto höher der erreichte Druck bei identischer Ladung, daher erzeugen Hülsen mit geringerem Volumen einen höheren Druck. Somit erzeugen Patronen mit geringerer Gesamtlänge (OAL) im gleichen Kaliber und mit dem gleichen Geschoss ebenfalls einen höheren Druck, da die Geschosssitztiefe größer und das freie Verbrennungsraumvolumen geringer ist.
Wir geben für jede Ladung die zugrunde liegenden Patronenspezifikationen an: Geschosslänge, Hülsenlänge, Patronenlänge / OAL, Sitztiefe und Hülseninhalt. Wiederlader können auf eigenes Risiko von unseren Ladungsdaten abweichen, wenn ihre Patronenspezifikationen abweichen:
Geschosslänge: Bei sonst gleichen Spezifikationen erlaubt eine größere Geschosslänge weniger Pulver
Hülsenlänge (l3): Bei sonst gleichen Spezifikationen erlaubt eine größere Hülsenlänge mehr Pulver
Patronenlänge / OAL: Bei sonst gleichen Spezifikationen erlaubt eine größere OAL mehr Pulver
Setztiefe: Bei sonst gleichen Spezifikationen erlaubt eine größere Sitztiefe weniger Pulver
Hülsenvolumen: Bei sonst gleichen Spezifikationen erlaubt ein größerer Hülsenvolumen mehr Pulver
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