Es wird oft diskutiert, wie die Lauflänge die Projektilgeschwindigkeit an der Mündung beeinflusst. Das allgemeine Prinzip ist klar: Je länger der Lauf, desto höher die Geschwindigkeit und die kinetische Energie. Der Druck, der durch die Pulverexplosion erzeugt wird, beschleunigt das Projektil im Lauf. Je länger der Lauf, desto mehr Zeit und Strecke stehen zur Beschleunigung des Projektils zur Verfügung und somit ist die Mündungsgeschwindigkeit bei zunehmender Lauflänge höher.

Während das allgemeine Prinzip klar ist, haben wir einen wissenschaftlicheren Ansatz gewählt, um diese Beziehung genauer zu bestimmen: Wir haben die Mündungsgeschwindigkeit für verschiedene Lauflängen bei zwei Kalibern (.308 Winchester und .300 Winchester Magnum) und den jeweils 50 gebräuchlichsten Treibmitteln simuliert. Dann haben wir die Mündungsgeschwindigkeit (Vo) bei 600mm / 23,6 Zoll Lauflänge auf 100 % gesetzt und die anderen Werte entsprechend zu diesem Referenzwert indexiert. Schließlich haben wir die Werte für alle Treibmittel pro Kaliber gemittelt. Die Ergebnisse sind wie folgt:
Wenn Sie die Lauflänge eines .308 Win von 600mm / 23,6 Zoll auf 300mm / 11,8 Zoll verkürzen, reduziert sich Ihre Mündungsgeschwindigkeit um 25 % bis 75 %.
Wenn Sie die Lauflänge eines .300 Win Mag von 600mm / 23,6 Zoll auf 300mm / 11,8 Zoll verkürzen, reduziert sich Ihre Mündungsgeschwindigkeit um 32 % bis 68 %.
Die Ergebnisse unterscheiden sich, weil die am besten geeigneten Pulver für ein .308 Win schneller verbrennen als die gebräuchlichsten Pulver für ein .300 Win Mag. Daher beschleunigen sie das Projektil schneller. Mit der zunehmenden Verwendung von Schalldämpfern variieren die Lauflängen deutlich stärker. Unsere Ladedaten geben daher die relevanten ballistischen Informationen für unterschiedliche Lauflängen an.
Finden Sie unseren Lauflängen-zu-Geschwindigkeit Rechner hier.
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